Bundesliga 09/10 - Ausblick auf den 13. Spieltag

Um die 13 ranken sich ja so einige abergläubische und mystische Weisheiten. Fest steht auf jeden Fall, dass der 13. Spieltag den einen Glück bringt, während er den gegnerischen Mannschaften im gleichen Maße Pech bringt – genauso wie jeder andere Spieltag auch. Und in anderer Hinsicht kann man den 13. Spieltag auch sehr analytisch und weniger abergläubisch betrachten. Denn mittlerweile kann man durchaus erste Standortbestimmungen darüber treffen, wo es denn für die unterschiedlichen Mannschaften hingehen könnte.

Der 13. Spieltag beginnt erst am Samstag. Es kommt zu Verschiebungen aufgrund der zahlreichen Länderspiele im Rahmen der WM Qualifikation und Vorbereitungen, sodass der Freitag als Spieltag für die Erstligisten entfällt. Dementsprechend erwartet uns ein vollgepackter Samstag. Zunächst treffen am Samstag Wolfsburg und Nürnberg aufeinander (1.36 - 4.50 - 7.50). Während es für die Wolfsburger zuletzt wieder meisterlich bergauf geht, steht Nürnberg gegenwärtig auf dem Relegationsplatz im Keller. Hier sind die Wolfsburger klar im Vorteil. Fast wäre man versucht, Selbiges über die Gastgeber aus Stuttgart zu sagen, die den Hertha BSC Berlin empfangen (1.61 - 3.60 - 5.40).

Es ist zwar nicht von der Hand zu weisen, dass die Herthaner gegenwärtig die Schießbude der Bundesliga sind. Allerdings haben sich die Stuttgarter bislang auch nicht mit Ruhm bekleckert und stehen in der Bundesliga weit schwächer da, als man es bei ihrer Spielstärke erwarten sollte. Denn sie stehen selbst nur einen Platz vorm Keller. Da könnte selbst für die Herthaner was drin sein. Wiederrum relativ eindeutig sind die Kraftverhältnisse zwischen Schalke 04 und Hannover 96 verteilt (1.50 - 3.75 - 6.50).

Allerdings sollte man die Hannoveraner nicht allzu leichtfertig abhaken, spielen diese doch in letzter Zeit ebenfalls einen recht ansehnlichen Schuh. Zwei der stärksten Abwehrreihen der Bundesliga werden einander gegenüberstehen, wenn sich Köln und Hoffenheim messen (3.40 - 3.25 - 2.05). Ob eine solche Abwehrschlacht allerdings spannend wird oder eher höchst zäh, das weiß man immer erst hinterher. Spannend könnte es auch wieder werden, wenn Eintracht Frankfurt die Gladbacher empfängt (2.20 - 3.25 - 3.10). Während die Gladbacher versuchen, Abstand zum Keller zu gewinnen, möchten die Frankfurter eben jenen Abstand erhalten bzw. ausbauen. Dieses Spiel bringt somit alle Anlagen mit, um eine spannende Begegnungen zweier Mannschaften aus dem niederen Tabellensegment zu werden. Beim Spiel Freiburg gegen Werder Bremen (4.33 - 3.50 - 1.75) sind wiederum die Bremer in der Pflicht, einen Sieg in der Fremde davon zu tragen, wenn sie ihre Chance nutzen möchten, um möglicherweise an Bayer Leverkusen vorbeizuziehen (denn die müssen am Sonntag gegen Bayern spielen).

Das Topspiel am Samstagabend besteht dann in der Begegnung zwischen Dortmund und Mainz (1.61 - 3.60 - 5.40). Beide Mannschaften zeigten zuletzt einen recht konsequenten Aufwärtstrend. Besonders brisant ist natürlich die Tatsache, dass es insbesondere für Trainer Jürgen Klopp eine denkwürdige Begegnung ist. Schließlich war Mainz jene Wirkungsstätte, wo er zunächst wider aller Erwartungen vom Spieler direkt zum Trainer wurde und sich als solcher bisher ziemlich gut anstellte – so gut, dass er später bei Dortmund gelandet ist. Wenn man also die Mainzer, als gegenwärtig stärksten Aufsteiger, empfängt, ist es insbesondere für Jürgen Klopp eine möglicherweise emotionale Partie.

Und auch am Sonntag wird noch einmal ein kräftiges Pfund nachgelegt. Und zwar dann wenn um 15.30 Uhr der FC Bayern München Bayer Leverkusen empfängt (1.83 - 3.40 - 4.00). Für beide Mannschaften ist dieses Spiel eminent wichtig. Für die Bayern wäre ein Sieg gegen Bayer Leverkusen, nachdem es zuletzt international alles andere als rosig aussah und man in der Bundesliga gegenwärtig auch nur auf Platz 8 steht, ein wichtiger Impuls dafür, dass es wieder vorwärts gehen könnte. Das dürfte insbesondere Trainer Louis van Gaal genauso sehen. Noch gilt er zwar als relativ unumstritten, doch wie schnell solche Solidaritätsbekenntnisse im Fußball kippen können, das hat die Vergangenheit oft genug gezeigt. Und dass der FC Bayern in dieser Hinsicht nicht unbedingt das bequemste Arbeitsumfeld liefert, liegt nun mal in der Natur der Sache, wenn man Rekordmeister ist. Für Bayer Leverkusen wäre ein Sieg natürlich insofern wichtig, da man somit Bayern München, als potentiellen Stolperstein, meistern würde, ohne Punkte zu lassen.

Später am Sonntag muss dann mit dem HSV noch der Tabellendritte ran. Dieser empfängt den Tabellenvorletzten, den VfL Bochum (1.33 - 4.50 - 8.50). Zumindest nominell und den Namen nach eine ziemlich klare Angelegenheit und eine wichtige Gelegenheit für die Hamburger, ihre Negativserie in der Bundesliga zu beenden. Allerdings liefert die Statistik in dieser Hinsicht eine besondere Erkenntnis: Historisch gesehen schießt der VfL Bochum nämlich gegen keinen anderen Bundesligisten so gerne Tore wie gegen den HSV. Insgesamt 87-mal traf der VfL beim HSV ins Schwarze – mehr als bei irgendeinem anderen Bundesligaverein.

888sport wünscht Ihnen ein glückliches Händchen und sportliche Weitsicht für den 13. Spieltag. Gut Sport!