
Bei der Suche nach Klarheit, wer denn nun dieses Jahr oben mitmischen wird und wer vor dem Abstieg zittern muss, ist es zwar noch einige Wochen abzuwarten, ehe man langfristige Prognosen wagen kann. Nichts desto trotz lieferte auch der zweite Spieltag diesbezüglich schon interessante Impulse.
Los ging es am Samstagnachmittag mit sechs Begegnungen um 15.30 Uhr. Die Bayern hatten, nachdem sie sich schon zuvor mit Hoffenheim messen mussten, gegen Werder Bremen gleich ihr zweites “Big Match“. Dabei stand es auch dieses Mal am Ende 1:1. Dabei waren die Bayern zu Hause zunächst in Rückstand geraten. Der teuerste Neuzugang dieser Saison, Mario Gomez, fing schon mal an, die stolze Summe zurückzuzahlen und netzte zum Ausgleich ein. Somit stehen die Bayern nach zwei Spieltagen auch nur mit zwei Zählern im hinteren Mittelfeld. Eigentlich zu wenig. Sieht so aus, als ob auf “General“ van Gaal turbulente Zeiten zukommen könnten. Aber man hatte auch gleich zu Beginn natürlich zwei starke Gegner.
Im Derby der Schwaben hatten die Hausherren aus Stuttgart gegen Freiburg mit 4:2 das bessere Ende für sich. Dabei fielen alle sechs Tore erst in einer entsprechend sehenswerten zweiten Halbzeit. Wenig Freude daran – trotz Sieg – dürfte Mittelfeldspieler Martin Lanig vom VfB gehabt haben. Er zog sich einen Kreuzbandriss zu und eine Operation ist ihm gewiss. An dieser Stelle wünscht 888sport natürlich gute Besserung und eine nachhaltige und rasche Heilung.
Ebenfalls nichts zu lachen hatten die Dortmunder. Sie waren zu Gast in Hamburg und wurden mit 4:1 abgefertigt. Bemerkenswert: Bereits nach 12 Minuten stand es 3:1. Ein Blitzstart, wie er im Buche steht. Weniger torreich und am Ende Unentschieden ging es bei den Begegnungen zwischen Hannover und Mainz sowie Frankfurt und Nürnberg zu. Diese Partien endeten jeweils mit 1:1. Erstaunlich Verhalten gaben sich sowohl Bayer Leverkusen als auch die Gäste aus Hoffenheim. Im letzten Jahr waren bei den Begegnungen dieser beiden eigentlich sehr offensiven Mannschaften insgesamt ganze zwölf Tore gefallen. An diesem Samstag hingegen kamen beide Mannschaften nur selten zu Torchancen. Und dann waren meist auch noch die beiden Torhüter, Adler für Leverkusen und Hildebrand für Hoffenheim, zur Stelle. Beide wussten zu gegebener Zeit mit guten bis großartigen Paraden zu Glänzen. Allerdings gelang es in Minute 67 Stefan Kießling zum 1:0 Endstand aus Sicht der Leverkusener einzuköpfen.
Das TOP Spiel am Samstagabend entschieden abermals die Wolfsburger für sich. Sie waren zu Gast in der Domstadt Köln. Vor der Kulisse eines euphorisierten Publikums (insbesondere wegen des Bundesliga Debüts von Heimkehrer Podolski) drehten die Hausherrn zunächst erwartungsgemäß auf und kamen zu Chancen. Doch je länger die Uhr tickte, desto eher fanden die "Wölfe" zu ihrer Form und brachten die Kölner in Bedrängnis. Die Hausherrn retteten sich schließlich in die Pause. Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging Köln dann überraschend in Führung. Ein Treffer von Fabrice Ehret machte es möglich. Lukas Podolski hätte sogar fast noch die Chance zum 2:0 genutzt. Allerdings sah man sich nun den Wolfsburgern gegenüber, die nun mit drei Spitzen aufspielten. Neuzugang Obafemi Martins ergänzte das Trio. Und so brachte Edin Dzeko die Wölfe in der 73. Minute zum Ausgleich. Danach ging alles ganz schnell: Ein unglückliches Eigentor vom Kölner Pierre Wome nur eine Minute später und der entscheidende Schlag durch Neuzugang und Joker Obafemi Martins (86.) besiegelten das 3:1. So hatten die Kölner zwar nicht schlecht spielt, standen den hervorragend eingespielten Wolfsburgern am Ende jedoch chancenlos gegenüber, die vor allem durch ihre starken Konter zu beeindrucken wussten.
Am Sonntag gab es dann den Bundesliga Nachschlag. In einer kampfbetonten Partie am Nachmittag besiegte Gladbach Hertha BSC Berlin mit 2:1. Sehr viel deutlicher fiel die Begegnung im kleinen Revier-Derby zwischen Schalke und Bochum aus. Die königsblauen Hausherren siegten souverän mit 3:0.
Somit stehen nun Schalke und Wolfsburg als einzige Mannschaften mit zwei Siegen aus zwei Spielen und sechs Punkten an der Tabellenspitze. Insbesondere Schalke's Trainer Felix Magath dürfte es gefallen, dass somit seine aktuelle sowie seine Wirkungsstätte von letzter Saison das Feld anführen. Auch diese Tatsache wieder ein Beweis der Klasse von Felix Magath als Trainer. Es sieht ganz so aus, als ob wir Felix Magath demnächst (ähnlich einem TOP Stürmer) als besonders beeinflussende Größe bei der Berechnung unserer Wettquoten berücksichtigen müssen.