
Zur Sache: Wie es scheint, ist Schalke nach wie vor hoch verschuldet und schlittert nun am Rande der Zahlungsunfähigkeit entlang. So berichtete die Financial Times von einer erheblichen finanziellen Schlagseite auf dem Königsblauen Schiff des deutschen Fußballs. Und zwar soll der Finanzchef auf Schalke, mit dem wohlklingenden Namen Peter Peters, intern eingeräumt haben, dass bereits drei von vier Notkonten restlos geplündert sind. Diese Notkonten bedienen normalerweise die Kredite, die Schalke 04 in Anspruch nimmt.
Natürlich haben derlei Eingeständnisse nicht unbedingt zur Beliebtheit des Finanzsachverständigen Peters beigetragen. Die Aufforderung "Steh auf, wenn du ein Schalker bist!", dürfte kaum gefallen sein, nun da man ihn im Zuge dessen bereits aufforderte, den Stuhl zu räumen. So ist es ausgerechnet ein einflussreicher Investor, der den Rücktritt des Finanzchefs fordert. Diesem Investor stehen ein Großteil der künftigen Zuschauereinnahmen zu, die der Verein an ihn verpfändet hat. Als Gegenleistung erbrachte dieser Investor einen recht umfangreichen Stadion-Kredit. Es wurde bereits damit begonnen, Personal um den Verein herum abzubauen. Dies betraf im Wesentlichen die Hausmeisterei, das vereinseigene Museum sowie die Rechtsabteilung. Man sieht also: Auch in diesem Jahr ist die Schalker Vorstandsebene wieder die Bühne für allerlei Dramen. Sollte die finanzielle Lage tatsächlich so ernsthaft sein, wie es den Anschein hat, dann ist das Erreichen eines internationalen Wettbewerbs dieses Jahr oberstes Gebot für die Königsblauen aus Gelsenkirchen. Glück auf!
Ganz so schlimm hat es die Bayern freilich nicht getroffen, sehr wohl aber möglicherweise ihren jüngsten Neuzugang Arjen Robben. Dieser verdrehte sich im Champions League Spiel gegen Juventus Turin unglücklich das Knie. Erst eine Computertomographie wird Klarheit darüber schaffen, wie schlimm es wirklich ist. Es bleibt zu hoffen, dass dabei nichts allzu Ernstes herauskommt. Gilt doch der Filigrantechniker aus Holland seit jeher als recht verletzungsanfällig. Freilich – die Bayern könnten diesen Verlust kompensieren. Aber einen Arjen Robben, den hat man auch beim FCB sicherlich ganz gerne dabei.