1. FC Köln bei 888Sport
Das fußballerische Aushängeschild der Stadt Köln und ein Verein mit Tradition – das ist der 1. FC Köln. Der FC Köln ist in die Erstklassigkeit des deutschen Fußballs zurückgekehrt. „Mal wieder……“, wie böse Zungen lamentieren könnten. In der Tat kann sich der FC Köln eines Rufs als Fahrstuhlmannschaft nicht mehr erwehren. Dafür ging es seit 1998 doch ein paar Mal zu oft rauf und runter. Doch vielleicht kann Trainer Christoph Daum, der ja bereits von 1986 bis 1990 recht erfolgreich in Köln wirkte (er führte Köln zu zwei Vizemeisterschaften), das Ruder wieder umreißen – hin zu dauerhaft erstklassigem Fußball. Die gebeutelte Kölner Fußballseele, sie hätte es wahrlich mal wieder nötig. Immerhin ist der FC Köln ein Verein mit Tradition und war seit seiner Gründung das Flaggschiff der kölschen Fußballkultur. Doch seit den frühen Neunzigern gab es einen Abwärtstrend in Köln, der bis jetzt verhinderte, dass der FC wieder an alte Erfolge anknüpfen konnte. Und so muss der dreifache deutsche Meister und vierfache Pokalsieger sich erst wieder einen sicheren Stand in der Bundesliga erarbeiten. Dann kann man sich über eine Wiederbelebung alter Triumphe Gedanken machen.
Frühe Erfolge der Kölner durch geschickte Organisation
Der FC Köln wurde im Jahr 1948 durch den Zusammenschluss der beiden Kölner Klubs Kölner BC und Sülz 07 gegründet. Sinn und Zweck dieser Zusammenlegung war es vor allem, einen Kölner Klub zu formen, der sich mit den anderen west- und süddeutschen Klubs messen konnte. Insgesamt litten die Kölner Stadtvereine daran, dass es ihrer scheinbar zu viele gab und man sich sportlich und wirtschaftlich in die Quere kam. Die Konsequenz daraus war jene, dass mehrere Kölner Klubs fusionierten. Darunter auch der Zusammenschluss des Kölner BC mit dem Verein Sülz 07 zum 1. FC Köln. Der 1. FC Köln war geboren und sollte von da an bis heute zur stärksten Kölner Mannschaft werden. Dem Schirmherr und Initiator dieser Entwicklung, dem ersten Präsidenten des FC Köln, Franz Kremer (zuvor Präsident des Kölner BC), wird bis heute große Anerkennung gezollt. Franz Kremer verfolgte mit aller Vehemenz das Ziel einen Verein zu formen, der auch auf nationaler Ebene konkurrenzfähig sein sollte. Kremer sorgte auch dafür, dass der Verein die nötige, professionelle Infrastruktur bekam, die dafür notwendig war. Scheinbar stellte sich Kremer dabei sehr geschickt an, denn bereits ein Jahr nach der Fusion stieg der FC Köln in die Oberliga West auf, was damals der höchsten erreichbaren Spielklasse entsprach. Damit übernahm der FC Köln endgültig das Ruder in Fußball-Köln. Seit den 50ern spielt keine Kölner Verein höher als der FC! Allein in der Oberliga West kam der FC zu fünf westdeutschen Meisterschaften und drei Vizemeisterschaften. Dies brachte dem FC Köln acht Teilnahmen an Endrunden um die deutsche Meisterschaft ein. Dreimal standen die Geißböcke dabei im Finale (1960, 1962 und 1963). Dies führte im Jahre 1962 zur ersten deutschen Meisterschaft des FC Köln. Der nächste Meistertitel konnte zwei Jahre später geholt werden, als der FC Köln die zum ersten deutschen Meister in der neu eingeführten Bundesliga wurde.
Der FC Köln etabliert sich dauerhaft
Zu dieser Zeit galt der 1. FC Köln als einer der professionellsten Vereine Deutschlands, was zweifelsohne auch auf die Präsidentschaft von Hans Kremer zurückzuführen war, der sich erwiesenermaßen als geschickter Organisator entpuppte. So war der FC Köln der erste deutsche Verein, der mit Torwarttrainern arbeitete. Daher verwundert es nicht, dass die Kölner Torwartschule Größen wie Bodo Illgner und Harald Schuhmacher hervorbrachte. Allen frühen Erfolgen des FC Köln zum Trotz, der zum Zeitpunkt seiner zweiten deutschen Meisterschaft gerade mal 16 Jahre alt war, gelang es dem FC damals nicht (und auch bis heute noch nicht), auch auf internationaler Ebene Pokale einzufahren. Eine Vizemeisterschaft im UEFA-Pokal (1986 scheiterte man an Real Madrid) ist in dieser Hinsicht bislang das höchste aller Gefühle. 1978 wurde Köln zum letzten Mal Meister. Diesen Triumph konnte Hans Kremer allerdings nicht mehr mitfeiern: Er war schon elf Jahre zuvor verstorben. Das Amt als Präsident hatte er bis zu seinem Tode innegehabt. Rückblickend kann man wohl davon ausgehen, dass Hans Kremer die ganz spezielle “Lichtgestalt“ des FC Köln ist. Auch wenn man mit der Meisterschaft 1978 “nur“ eine weitere Meisterschale seit dem erfolgreichen Bundesligadebüt nach Hause holen konnte, blieb der FC Köln bis Anfang der Neunziger eine der stärkeren und ernst zu nehmenden Mannschaften in Deutschland, wie fünf Vizemeisterschaften, vier deutsche Pokale und die 86er Teilnahme am UEFA-Pokal Finale bezeugen.
Harte Zeiten der Geißböcke
Anfang der 90er begann die dann recht steil die Talfahrt des FC Köln. 1991 nahm man zwar noch am Pokalendspiel teil (wenn auch erfolglos) und in der Spielzeit 1992/93 gelang zwar noch einmal eine Qualifikation für den UEFA-Pokal. Doch ansonsten bewegte sich der FC Köln, der Anfang der 90er in finanzielle Turbulenzen kam, konsequent im Bundesliga Mittelmaß - Tendenz: buchstäblich absteigend. Ausgerechnet zum 50. Jubiläum des Vereins, im Jahre 1998, musste der FC Köln den ersten Abstieg in der Vereinsgeschichte hinnehmen. Seither ist der FC Köln bis heute viermal ab- und aufgestiegen. Ob Trainer Christoph Daum nun endlich für Beständigkeit sorgen kann, muss abgewartet werden. Ein fünfter Abstieg seit 1998 würde dem FC Köln sicher sehr wehtun. Doch gibt es Grund zur Hoffnung! Unter Daums Regentschaft stand der FC Köln zuletzt gut da. Zwei Vizemeisterschaften und die Finalteilnahme am UEFA-Pokal fallen unter die erste Ära Daum. Und auch der Wiederaufstieg unter Daum ist nun im zweiten Anlauf geglückt. Dass Daum damals (1990) überraschend entlassen wurde, lag auch keineswegs an sportlichen Defiziten, sondern an Daums damaligem Hang zum Kokain. Ob mit Daum der Erfolg zum FC zurückgekehrt ist und die Geißböcke dauerhaft in der ersten Liga weiden dürfen, das wird sich noch erweisen. Wir von 888Sport drücken den Kölnern jedenfalls die Daumen. Und wie sieht es mit Ihnen aus? Glauben Sie, dass Fußball-Köln durch den ersten FC wieder würdig in der Bundesliga vertreten wird?



