
Es ist nicht verwunderlich, wenn Jogi Löw vielen durch sein Wirken als Trainer weit eher im Gedächtnis bleiben wird, als durch seine Spielerlaufbahn.
Der gelernte Stürmer war zwar auch als Aktiver in der Bundesliga tätig. Bei seinen drei Vereinen (VfB Stuttgart, Eintracht Frankfurt und Karlsruher SC) kam er jedoch nie wirklich über den Status eines Ergänzungsspielers hinaus. In 52 Bundesligaeinsätzen konnten aufmerksame Beobachter sieben Tore durch Jogi Löw feststellen.
Da waren seine Aufenthalte in der zweiten Liga wesentlich bemerkenswerter. Dort hatte er nach 252 Spielen (allesamt für den SC Freiburg) 81 Tore auf dem Kerbholz. In Anschluss an diese recht erfolgreiche Zweitligazeit verschlug es Joachim Löw in die Schweiz. Dort wandelte er sich vom Spieler und gleichzeitigen Jugendtrainer zum Spielertrainer. Der Weg schien vorgezeichnet. Eine Ausbildung zum Fußballlehrer brach Löw jedoch vorzeitig ab, um sich das Handwerk in der Praxis anzueignen.
Rolf Fringer wurde 1995 zum neuen Cheftrainer des VfB Stuttgart und wollte Löw zum Co Trainer haben. Löw leistete diesem Aufruf gern Folge. Und so begann Löw sich erste goldene Sporen in der Bundesliga zu verdienen.
Nach einer arg durchwachsenen Saison (Stuttgart wurde nur Zehnter und blieb weit unterhalb der Erwartungen) ließ man Rolf Fringer weiterziehen. Jogi Löw sollte den Trainerposten kommissarisch fortführen, bis ein Ersatz für Fringer gefunden würde. Nachdem der VfB unter der provisorischen Leitung Löws jedoch mit sechs Siegen in den ersten sechs Spielen aufzockte, war man der Trainersuche natürlich überdrüssig und machte Jogi Löw zum Cheftrainer.
Unter Löw hatte der positive Trend in Stuttgart weiter Bestand. Das sagenhafte, “magische Dreieck“ (bestehend aus Giovane Elber, Krassimir Balakov und Fredi Bobic) sorgte in der Bundesliga für Tore und Gesprächsstoff. Löw erreichte einen vierten Platz in der Bundesliga und konnte gleich im ersten Jahr als Cheftrainer den DFB Pokal mit seinen Jungs holen. Ein 2:0 gegen Energie Cottbus machte es möglich.
In der nächsten Saison wurde der VfB abermals Vierter und im Pokal der Pokalsieger kam der VfB Stuttgart gar bis ins Finale. Dort verlor man leider gegen den FC Chelsea. Warum Löw dann von Stuttgart wegging, wird er sich selbst hinterher auch gefragt haben.
Bei den kommenden drei Stationen als Trainer (Fernabace Istanbul, Karlsruher SC und Adanaspor) war jeweils nach spätestens einer Saison Schluss, weil es nicht so recht laufen wollte. 
Unglück im Glück hatte Jogi Löw dann auch noch beim FC Tirol Innsbruck. Dort konnte er zwar direkt die Meisterschaft holen. Jedoch war das der letzte sportliche Erfolg des FC Tirol, denn dieser ging Pleite und verschwand im Nirwana.
Ein Jahr später war Löw beim FK Austria Wien. Dort hatte man aber scheinbar keine Geduld mit dem selbst gelernten Trainer Löw. Nach einer 0:2 Niederlage beim Tabellenletzten, dem FC Kärnten, verabschiedete man sich von Löw ... obwohl Austria Wien nach wie vor Tabellenführer war.
Im Jahre 2004 war der Typus von Jogi Löw abermals als Co Trainer gefragt. Diesmal war es Jürgen Klinsmann, der Löw an seiner Seite wissen wollte, um die Nationalmannschaft, die zuletzt unter Völler bei der EM 2004 sang- und klanglos ausgeschieden war, für kommende Aufgaben zu trainieren. Dies gelang recht gut, was in einen dritten Platz bei der WM 2006 mündete, was Klinsmann zu einem gefeierten Mann und Jogi Löw ab August 2006 zum Cheftrainer machte.
In den ersten vier Spielen unter Löw war die deutsche Nationalmannschaft siegreich ohne auch nur ein Gegentor zu kassieren. Das ist ein Rekord und Jogi Löw feierte den bislang besten Einstand, den je ein Bundestrainer mit der Mannschaft erreicht hat! Bei der EM 2008 reichte es zur Vizemeisterschaft.
Im Moment steht Jogi Löw mit absolut weißer Weste da und scheint als Bundestrainer zur Vollendung gereift zu sein. Unter allen Bundestrainern hat Löw die erfolgreichste Statistik (gemessen an Siegen, Unentschieden und Niederlagen) vorzuweisen. Es fehlt nur noch ein Titel. Nächster Termin: 2010!
Dass Löws Gewinn/Verlust Quoten gut sind, lässt sich nicht leugnen. Unsere Wettquoten hier bei 888sport sind auch nicht von schlechten Eltern. Und wer unseren Jungs genug zutraut, dass er Geld auf sie setzen würde, der kann sich vertrauensvoll an uns wenden.