
Schweinsteiger – das bayrische Wunderkind (zumindest aus fußballerischer Sicht)! Der gebürtige Bayer offenbarte schon früh ein sportliches Talent, tat sich vor allem auch als begabter Skifahrer hervor. Doch verzichtete Schweini auf einen Platz im bayrischen Förderverband und kehrte den weißen Pisten zu Gunsten des grünen Rasens den Rücken.
Bereits seit seinem sechsten Lebensjahr ist Schweinsteiger fußballerisch aktiv. Seine Karriere begann beim heimischen FV Oberaudorf. Die nächste Station war der TSV 1860 Rosenheim, wo er für genug Wirbel sorgte, dass man bei Bayern München auf das junge Talent aufmerksam wurde. Daraufhin kam Bastian Schweinsteiger, der übrigens in der Tat amtlich “Bastian“ (und keineswegs Sebastian) heißt, in das Internat des FC Bayern, um dort die weitere sportliche Ausbildung zu genießen. Bereits mit den A-Junioren des FCB konnte Schweinsteiger eine Meisterschaft erreichen und das sollte nicht die letzte sein.
“Schweini“ (das bayrische Äquivalent zu“Poldi“) kommt aus einer sehr sportlich orientierten Familie. Sein Bruder, Tobias Schweinsteiger, ist ebenfalls Fußball-Profi und beim VfB Lübeck aktiv. Der Vater ist Inhaber eines Sportgeschäfts. Da blieb natürlich nicht aus, dass man im Hause Schweinsteiger bereits früh mit dem Sport in Berührung kam.
Als wäre sein Weg vorgezeichnet, war es nicht Geringeres als ein Champions League Spiel, in dem Schweinsteiger das erste Mal für die erste Elf des FCB auflief. Damals war Bastian Schweinsteiger von den Amateuren raufgeholt worden, um personelle Engpässe aufzufüllen (und auch wohl, um ihm mal ein wenig auf den Zahn zu fühlen). Und den Verantwortlichen muss gefallen haben was sie sahen. Schweini lief für 15 Minuten gegen den R.C. Lens auf (er wurde für Mehmet Scholl eingewechselt), was ihm zur endgültigen Aufnahme in den Profikader gereichte.
In seiner ersten Bundesliga Saison 2002/2003 kam Schweinsteiger bereits zu 14 Einsätzen, was bei einer Mannschaft mit dem Kaliber des FCB sicherlich beachtlich ist. Bereits in dieser ersten Saison wurde er mit Bayern Pokalsieger und Meister. Weitere Doubles sollten folgen. 
2004 nahm Schweinsteiger (mit 19 Jahren) als jüngster Spieler bei der EM teil. Jedoch war hier bereits in der Vorrunde Schluss. Sportliche Erfolge gab es dafür bekanntermaßen bei der WM 2006 und der EM 2008. Hier waren es jeweils die Portugiesen, denen Schweini das Fürchten lehrte, in dem er sie aus dem Wettbewerben schoss. 2006 mit zwei Toren und einer Vorlage und 2008 mit einem Tor und einer Vorlage. In Portugal dürfte Schweinsteiger als eine Art fußballerischer Teufel gefürchtet werden....
2005, 2006 und 2008 konnte mit Bayern jeweils das Double geholt werden (Meisterschale und Deutscher Pokal). Der erfolgsverwöhnte Schweinsteiger wurde also stets doppelt mit Erfolgen belohnt, sowie der FCB in einer Saison erfolgreich war. Kein Wunder, dass von ihm der Ausspruch stammt: „Wenn man verliert, ist man nie zufrieden.“ Zufrieden scheint man soweit im Verein und der Nationalmannschaft mit Schweinsteigers Qualitäten zu sein. Er kann im Mittelfeld links wie rechts eingesetzt werden und macht dort jeweils als explosiver Flügelspieler, mit einem gewissen Hang zur Verspieltheit, ordentlich Dampf.
Ordentlich dampf macht Schweinsteiger auch, wenn es um die Kalkulation unserer 888sport Wettquoten geht. Dass Licht und Schatten bei dem Heißsporn “Schweini“ bisweilen dicht beieinander liegen, bewies er ja schon mehrfach. Wie zum Beispiel bei der EM 2008, als er sich im zweiten Vorrundenspiel gegen Kroatien eine völlig überflüssige rote Karte einhandelt, dann jedoch im Viertelfinale gegen Portugal (wen sonst?) groß aufspielte. Schweinsteiger ist nach Owen Hargraeves übrigens der zweite Spieler aus dem Jugendinternat der Bayern, der bis zum Nationalspieler seines Landes reifen konnte.