
Die “Werkself“ aus Leverkusen wird häufig als traditionsloser Kommerzlümmel abgetan. Völlig zu unrecht, wenn man bedenkt wie weit die Wurzeln dieses Klubs zurückreichen. Bereits 1904 wurde der Verein als “Turn- und Spielverein 1904 der Farbenfabrik vormals Friedrich Bayer Co. Leverkusen“ gegründet. Somit ist Leverkusen nicht jünger als viele jener Klubs, die durchaus als Traditionsvereine anerkannt sind. Das dies vielen nicht bewusst ist, mag daran liegen, dass Bayer Leverkusen lange auf erste Erfolge warten musste. 
Nichts desto trotz ist es eine illustre Geschichte, die die “Werkself“ vorzuweisen hat. Allein schon, weil man sie als erfolgreichste Betriebsmannschaft Deutschlands sehen kann (auch wenn dies nur auf die Wurzeln des Vereins bezogen sein kann). Wir von 888Sport haben diese Geschichte für Sie zusammengefasst:
Die Fußballabteilung von Bayer Leverkusen wurde 1907 separat gegründet. Aufgrund innerer Zwistigkeiten kam es zu Abspaltungen, sodass aus dem Betriebssportverein zwei Vereine wurden. Es entstand einerseits die TuS 04 (für Turnsportarten) und der SV Bayer 04 Leverkusen, der vor allem die verschiedenen Ballsportarten in sich vereinte. Bis Mitte der Dreißiger spielten die Betriebsfußballer aus Leverkusen eher eine untergeordnete Rolle im damals noch sehr amateurhaften Vereinsfußball und waren stets dritt- bzw. gar viertklassig. 1936 gelang jedoch der Aufstieg in die zweite Liga West. Von da an zierte das Kreuz des Bayer Konzerns das Trikot der Leverkusener. Erstmalig gelang es dem SV 04 Bayer Leverkusen 1951 erstklassig zu werden, als man in die Oberliga West aufstieg. Dort konnte man sich fünf Jahre lang halten, ehe 1956 der Abstieg erfolgte. Ein Jahr vor Gründung der Bundesliga stieg man wieder in die Oberliga West auf. Da aber nur die jeweils stärksten Vereine der Oberligen in der neuen Bundesliga aufgenommen wurden, wurde Leverkusen nach einem Jahr zwangsläufig wieder zweitklassig und spielte in der Regionalliga West (zweithöchste Spielklasse zu jener Zeit). Dort kamen die Leverkusener aber nicht wirklich gut zurecht und mussten häufig gegen den Abstieg spielen. Es gelang jedoch eine Trendwende, die 1967/68 zum Beinaheaufstieg führte. Leverkusen beendete die Regionalliga West zwar auf Platz eins, musste sich jedoch den Offenbacher Kickers in der Aufstiegsrunde geschlagen geben. Man blieb also vorerst zweitklassig. Als ob das nicht enttäuschend genug gewesen wäre, folgte eine sportliche Talfahrt, die 1972/73 den Abstieg in die Drittklassigkeit brachte.
Bereits 1975/76 gelang die Rückkehr in die Zweitklassigkeit. Das war zu jenem Zeitpunkt bereits die zweite Liga. Allerdings gab es diese zu jenem Zeitpunkt noch in zweifacher Ausführung (Nord und Süd). Nachdem man dort den Klassenerhalt schaffte verbesserte sich der Verein konsequent weiter und konnte drei Jahre später (1979) den Aufstieg in die erste Bundesliga feiern. 
Seitdem Bayer Leverkusen in diesem Jahr aufgestiegen ist, gehört die “Werkself“ auch ununterbrochen der Bundesliga an. Jedoch gelang es in der Bundesliga nicht ganz so rasant, sich an der Spitze festzubeißen, wie dies noch in der zweiten Liga der Fall gewesen war. Die ersten Jahre musste man stets gegen den Abstieg spielen. 1981/82 wäre Leverkusen auch beinahe abgestiegen. Zwei erfolgreiche Relegationsspiele gegen einen potenziellen Aufsteiger aus Liga zwei konnten das Unheil jedoch abwenden. Ironischerweise hieß der Gegner “Kickers Offenbach“. Also genau jene Truppe, der man sich 1968 im Aufstiegskampf um den Einzug in die Bundesliga noch geschlagen geben musste. Diesmal hatten die Offenbacher das Nachsehen.
1984 fanden die beiden Splittervereine SV Bayer 04 Leverkusen und TuS 04 wieder zusammen. Nach über 50 Jahre währender Trennung vereinte man sich wieder. Es entstand der TSV Bayer 04 Leverkusen, wie wir ihn heute kennen. In der Folgezeit konnte man auch erste Erfolge feiern. So erreichte man unter Trainer Erich Ribbeck 1986 einen sechsten Tabellenplatz und die erste Teilnahme am UEFA Pokal. Selbigen konnten die Leverkusener im Jahre 1988 sogar gewinnen. Im Finale schlug man Espanyol Barcelona. Obwohl man im Hinspiel mit 0:3 verloren hatte, gelang es den Leverkusenern im Rückspiel ihrerseits mit 3:0 aufzutrumpfen. Im anschließenden Elfmeterschießen gewann Bayer Leverkusen mit 6:5. Eine Sensation!
In diesem Jahr kam auch ein Mann nach Leverkusen, der wohl wie kein anderer (Funktionär) mit diesem Verein in Verbindung gebracht wird: Rainer Calmund. Calmund hatte großen Anteil daran, dass der Verein sich über weite Strecken hinweg an der Bundesligaspitze etablieren konnte. Durch geschickte Einkaufspolitik konnten viele starke ostdeutsche Spieler (wie Ulf Kirsten, Andreas Thom etc.) nach der Wende verpflichtet werden. Entsprechende Beziehungen nach Südamerika ermöglichten auch den Einkauf starker Spieler von dort. Darunter Spieler wie Jorginho oder Paulo Sergio. Durch die zunehmend erfolgreiche Teilnahme in der Bundesliga und das wachsende Prestige fanden auch Spieler wie Rudi Völler oder Bernd Schuster ihren Weg nach Leverkusen. 1993 holte man mit einer personell starken Mannschaft den DFB Pokal. Allerdings standen dem Misserfolge in der Liga gegenüber. Dort spielte man – trotz großer Namen – gegen den Abstieg.
Souverän wurde es erst wieder mit Christoph Daum. Er wirkte von 1996 bis 2000 als Trainer in Leverkusen und konnte die Mannschaft mit tollem Offensivfußball zu zwei Vizemeisterschaften führen. 
All das zählte leider nur noch recht wenig, als Daum im Zuge seine Kokainkonsums anno 2000 entlassen wurde. Leverkusen belegt 2001 daraufhin unter Berti Vogts einen vierten Platz, der nicht den Erwartungen entsprach. Auch Vogts musste am Saisonende seine Sachen packen. Klaus Toppmöller übernahm den Trainerposten. Und beinahe wäre er so richtig erfolgreich gewesen, denn 2002 wurde Bayer Vizemeister, unterlag im Finale des DFB Pokals den Schalkern und zog gar ins Finale der Champions League ein, wo man aber leider Real Madrid unterlag. Insbesondere Letzteres ist bemerkenswert, da Leverkusen sich als Viertplazierter für die Champions League qualifizieren musste und als erste Mannschaft, die noch gar keine nationale Meisterschaft gewonnen hat, bis ins Finale dieses Wettbewerbs vorstoßen konnte. Doch zum Sieg hatte das leider auch nicht gereicht. Es war diese Saison 2002, die den Leverkusenern den Ruf als ewiger Zweiter eingebracht hat. Drei Wettbewerbe und drei zweite Plätze, das war schon sonderbar.
Nach der Saison 2002 musste Leverkusen viele personelle Abgänge verkraften. Michael Ballackund Ze Roberto wechselten zu Bayern München. Dies stellte erhebliche Einschnitte für Leverkusen dar. In der Folgesaison ging es ums nackte Überleben und man konnte dem Abstieg nur knapp auf dem 15. Tabellenplatz entgehen. In der Folgezeit konnten die Leverkusener stets einen Platz unter den Top 6 erreichen und waren somit immer international vertreten. Jedoch blieben dort größere Erfolge aus. Nachdem man letzte Saison enttäuschend nur Siebter wurde, musste Trainer Michael Skibbe den Trainerposten für Bruno Labbadia räumen.
Und dieses Jahr? Kann der ewige Zweite dieses Jahr endlich mal siegreich sein? Nach 1993 (DFB Pokal) hätte die Leverkusener Fußballseele mal wieder einen Titel nötig. Und gegenwärtig, da diese Zeilen geschrieben werden, stehen sie sogar auf Platz eins (erst jüngst konnte man die Wunderkinder aus Hoffenheim überholen). 888sport hat auf jeden Fall ein Auge auf den “ewigen Zweiten“. Wenn es um Wettquoten und sportlichen Erfolg geht, ist Leverkusen zweifelsohne eine Wildcard, mit der man rechnen muss. Darauf können Sie wetten!