
Der rasante Werdegang des Kölner Jung’ ist eine jener Geschichten, wie sie scheinbar nur der Fußball schreibt.
Vom passionierten Stadiongänger zum „Prinz Poldi“ – ein Fußballmärchen reinsten Wassers! Der gebürtige Pole lebt schon seit dem zarten Kindesalter in Deutschland. Sein Vater, Waldemar Podolski, war seines Zeichens auch Profifußballer. Der Weg war also gewissermaßen vorgezeichnet. Auch wenn sich weder Vater noch Sohn eine solche Karriere hätten träumen lassen.
Fußballerisch debütierte der junge Poldi beim FC 07 Bergheim – natürlich ein kölscher Klub. Mit Fußball als Passion und Köln als Wohnstätte war natürlich klar, für welchen Verein das Herz Lukas Podolskis schon früh schlagen würde: Der 1. FC Köln wurde zum Herzensverein von Lukas Podolski. Fußballerisch fiel Poldi dem FC Köln im Laufe seiner jungen Karriere auf, sodass er dort unter Vertrag genommen wurde. Von der Fankurve in den Kader! Aber es sollte noch viel besser kommen ...
Am 22. November 2003 debütierte der junge Podolski in der Bundesliga. Eigentlich kurzerhand als Notlösung im Sturm eingesetzt avancierte der angehende Prinz zum Goalgetter. Der damals 18-Jährige Podolski traf in der Rückrunde dieser Saison gleich zehnmal – und das in 19 Spielen. Bislang hat dies noch kein Spieler so jungen Alters in der Bundesliga vollbracht. Gleich in seiner ersten Bundesliga Rückrunde also, stellte Podolski seine Klasse unter Beweis und setzte ein Ausrufezeichen, das renommierte Vereine deutschlandweit aufhorchen ließ. Leider konnte auch das herausragende Debüt des Lukas Podolski nicht verhindern, dass der 1.FC Köln in dieser Saison absteigen musste. Trotz zahlreicher Alternativen entschied sich Podolski dafür, dem FC Köln auch in Liga zwei treu zu bleiben. Eine Entscheidung, mit der sich Lukas Podolski in Köln wohl Sympathiepunkte für die Ewigkeit sicherte. Und die Tatsache, dass Lukas Podolski in der zweiten Liga Torschützenkönig wurde und somit erheblich zum direkten Wiederaufstieg des FC Köln beitrug, trug ihr Übriges dazu bei, dass Poldi sich in Köln endgültig ein Denkmal setzen konnte.
Seit dem Saisonbeginn 2006 steht Poldi nun bei Bayern München unter Vertrag. In diesem Jahr brillierte Podolski, der nun endgültig zum Prinz Poldi geadelt wurde, in der Nationalmannschaft. Allem voran sind seine Leistungen bei der WM 2006 in Deutschland zu würdigen. Trotz namhafter Konkurrenz wurde Podolski mit drei Treffern zum besten Jungspieler des Turniers gewählt. Noch nie zuvor hatte ein deutscher Jungspieler diese Auszeichnung von der Fifa erhalten.
Seither glänzt Podolski regelmäßig bei der Nationalmannschaft und bestätigt dort immer wieder aufs neue sein Riesentalent. Bei der EM 2008, die von wechselhaften Leistungen der deutschen Nationalmannschaft geprägt war, war Podolski vielleicht einer der solidesten und konstantesten Spieler im deutschen Team.
Bloß bei Bayern will er nicht so richtig in Tritt kommen. Das liegt allerdings weniger an qualitativen Defiziten, sondern an systemischen Interessenkonflikten. Podolski ist ein Stürmer, der für sein junges Alter so abgeklärt und eiskalt vor dem Tor ist, wie manch alt gediente Kollegen es niemals sein werden. Zudem hat wohl kaum einer den antrittslosen Schuss derart perfektioniert wie Lukas Podolski. Doch eines zählt ganz sicher nicht zu den zahlreichen Stärken Prinz Poldis: die Kopfballstärke. Und genau da hakt es im Moment.
Mit Luca Toni und Miro Klose hat Bayern zwei besonders kopfballstarke Spieler von Weltformat in der Stammformation, an denen sich die bisherige Spielpraxis orientiert. Da hat Lukas Podolski natürlich das Nachsehen. Doch wie lange er das noch hinnehmen wird, scheint fraglich. Denn in der Tat ist ein Riesentalent wie Lukas Podolski auch bei einem FC Bayern München zu Schade für die Bank. Dafür hat er in der Nationalmannschaft schon oft genug Weltklasse bewiesen.
Es mehren sich bereits die Stimmen, die Lukas Podolski einen baldigen Abschied von den Bayern empfehlen, sofern man ihn dort nicht endlich konsequent einsetzt. Viele Fußballfans verschiedenster Lager schätzen Prinz Poldi für seine bodenständige, ehrliche Art. Viel Achtung brachte ihm sein betont zurückhaltender Jubel gegen Polen ein, als er seinem Geburtsland in der EM Vorrunde mit zwei Toren eine Niederlage zufügte.
Egal für wen Podolski künftig Tore schießen wird, ob für Bayern oder eine andere Mannschaft: Hier bei 888Sport haben wir das Ausnahmetalent jedenfalls auf der Rechnung. Immerhin ist Poldi ein Faktor, der so manche Wettquote beeinflussen wird. Wir freuen uns jedenfalls auf den weiteren Werdegang dieses jungen Könners. Und welche Rolle spielt Prinz Poldi in ihrer Kalkulation?