Erste Eindrücke

Die ersten Spiele der Vorrunde sind gelaufen. Man konnte sich einen Eindruck aller beteiligten Teams machen, da jedes von ihnen bereits mindestens einmal auf dem Platz stand. 888Sport berichtet von den ersten Impressionen der WM 2010 in Südafrika.

Auffällig bei dieser WM ist das auf Defensive und Vorsicht bedachte Auftreten vieler Mannschaften. Es scheint als ob die Devise, das erste Gruppenspiel auf keinen Fall verlieren zu wollen, vorrangig gegenüber der Devise ist, dieses auf jeden Fall gewinnen zu wollen. Das Resultat waren bislang Begegnungen, bei denen das packende Gefühl einer Weltmeisterschaft erheblich auf der Strecke geblieben ist. Stattdessen gab es von Defensivarbeit und Taktik geprägtes Rasenschach, das bisher von der Spannung des Turniers, jedoch weniger von spielerischer Finesse gelebt hat.

Umso erstaunlicher ist es, dass auch viele der eigentlich spielstarken und mit individueller Klasse beschlagenen Favoriten sich diesem Diktat gefügt haben. Knappe Siege (Argentinien, Brasilien), das eine oder andere Unentschieden (England, Italien) oder gar eine Niederlage (Spanien) waren das Resultat. Den einzigen souveränen Sieg konnten bislang wir Deutschen mit dem klaren und hochverdienten 4:0 gegen Australien einfahren. Ansonsten gewannen bisher (Stand 16.06) nur drei Teams mit mehr als einem Tor Unterschied! Auch dieses Phänomen ist zweifelsohne Ausdruck des allgemein vorsichtigen und defensiven Trends bei dieser WM. Doch je mehr sich dieses Turnier zuspitzt, was mit dem jeweils zweiten Spieltagen in der Gruppenphase ab heute beginnt, desto mehr werden die Teams auf Tore angewiesen sein. Es besteht also Hoffnung auf Besserung.

Interessant wird es nun, die Favoriten zu beobachten. Heute Abend dürfen sich die Franzosen mit Mexiko auseinandersetzen. Ein Sieg würde die Franzosen mit einem Bein ins Achtelfinale bringen – eine Niederlage hingegen wäre fatal, da Mexiko und Uruguay mit einem Unentschieden im letzten Gruppenspiel gegeneinander dann bereits sicher durch wäre. Das wissen auch die Mexikaner ….

Man sieht also, dass nun mit dem zweiten Spieltag weit mehr Brisanz ins Gruppengeschehen kommt und Vorentscheidungen getroffen werden. Die Südafrikaner können uns ein Lied davon tröten. Schließlich sind sie, als nominell schwächster Afrikaner, erwartungsgemäß so gut wie ausgeschieden. Indes spitzen sich die Situationen und Wettquoten für die WM 2010 bei den Favoriten zu. Warum soll man nicht auch emotional etwas stärker mit seinem Favoriten fiebern und ihm in WM Livewetten das Vertrauen schenken. Das sorgt für den zusätzlichen Nervenkitzel und im wahrsten Sinne des Wortes Einsatz für das eigene Team, wenn auf dem Spielfeld wieder mal nur Rasenschach geboten wird.